Die Region Schwarzwald

Schwarzwald

Wo könnte man die Jahreszeiten herrlicher erleben als in der schönsten Genießer-Welt im Südwesten Deutschlands – hier, wo badische, elsässische und Schweizer Einflüsse die Kochkunst und die gelebte Gastfreundschaft inspirieren. Urlauber entdecken beinahe in jedem Ort ein Gasthaus oder Restaurant mit besonderem Genuss-Erlebnis. Der Schwarzwald reicht so hoch empor wie kein anderes Mittelgebirge in Deutschland und bietet faszinierende Ausblicke. Im Süden auf die Schweizer Alpenkette, im Osten auf die liebliche Schwäbische Alb und im Westen auf die eindrucksvollen Vogesen.

Sonnige Höhen, tiefe Wälder mit lichten Hainen und weite Täler stehen im stetigen Wechsel mit kräuterreichen Bergweiden, Streuobstwiesen, ausgedehnten Weinbergen, sagenumwobenen Seen und kristallklaren Bächen. Zugleich ist diese Region mit Ihren Burgen und Schlössern, den Kirchen und Klöstern sowie den schmucken Fachwerkdörfern seit Jahrhunderten eine Kulturlandschaft von besonderem historischem Wert.

Auf einer Länge von etwa 170 km erstreckt sich der Schwarzwald vom Durlacher Turmberg in Karlsruhe südwärts bis zum Hochrhein. Im Westen erheben sich felsige Landschaften aus der sonnigen Oberrheinebene und fallen gen Osten flach ab bis zu den Gäuflächen. Landschaftsräume wie das Heckengäu, der Schönbuch oder die großen zusammenhängenden Streuobstanbaugebiete mit Wacholderheiden, Weißdorn- und Schlehenhecken des Oberen Gäus prägen diese reizvolle Natur- und Erholungslandschaft. Die Hecken- oder Hagrose ist neben der Schlehe und Mehlbeere, dem Hartriegel, Liguster und den leuchtend roten Hagebutten besonders oft und gern in den vielen Hecken des Heckengäus zu Hause.

Der Schwarzwald erreicht im Süden zwischen Müllheim im Markgräflerland und im Osten bis zur Wutach seine größte Breite mit 60 km. Zwischen den bewaldeten Bergen im Norden, den breiten Tälern im mittleren Schwarzwald und den sonnigen Bergkuppen im Süden bietet der Schwarzwald eine beinahe unvorstellbare Wandervielfalt. Mehr als 23.000 km Wanderwege werden vom Schwarzwaldverein zwischen Kaiserstuhl und Baar betreut. Das im Schwarzwald einheitliche Wegeleitsystem gibt Wanderern immer genaue Angaben wie weit es bis zum nächsten Ziel ist.

17 Fernwanderwege führen kreuz und quer durch diese Region, einige davon sogar als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Diese Wanderwege bieten eine Vielfalt und Urtümlichkeit in einer einzigartigen Landschaft.

DER WESTWEG mit einer Länge von 285 km führt mit seiner Route über die schönsten Schwarzwaldgipfel. Es ist ein landschaftlich und kulturell abwechslungsreicher Wegeverlauf, der überwiegend über naturbelassene Pfade und Wege führt. Der Weg beginnt in Pforzheim und führt durch das Enztal zum Dobel und danach durch weite Wälder mit Mooren zum Hohloh. Nach dem Abstieg ins Murgtal verläuft die Route zur Hornisgrinde und entlang der Schwarzwaldhochstraße bis zur Alexanderschanze und weiter ins Kinzigtal nach Hausach. Nach steilem Anstieg geht’s zur Martinskapelle (Bregquelle) bis zur Kalten Herberge. In Titisee gabelt sich die Wanderstrecke in eine westliche und östliche Variante. Die westliche Route geht über den Feldberggipfel, den Belchen und den Blauen nach Kandern, weiter durch die Wolfsschlucht und das Tal der Wiese nach Basel. Die östliche Möglichkeit führt entlang dem Herzogenhorn, über die Höhen von Wehra- und Wiesental, der Hohen Möhr und zum Dinkelberg, um über Rheinfelden in Basel anzukommen.

DER MITTELWEG: Auf diesem Weg von Pforzheim im Norden bis nach Waldshut am Hochrhein kann der Wanderer den Schwarzwald in seiner ganzen Vielfalt entdecken. 230 km durch eine der schönsten Landschaften, urwüchsige Wälder, unberührte Natur und tolle Ausblicke. Entlang dieses Fernwanderweges erlebt der Wanderer viele Höhepunkte wie die Höhen zwischen Enztal und Nagoldtal, die Hochmoorflächen „Wildseemoor“ und „Hohlohsee“.

DER OSTWEG führt von Pforzheim durch das Würmtal auf die Ostabdachung des Schwarzwaldes – meist an der Grenze von Buntsandstein und Muschelkalk entlang. Vorbei am Trauf der Südwestalb wird das Donautal gequert. Über die bewaldeten Höhen der Länge – als höchsten Punkt (921 m) des Ostweges – geht es hinüber ins Wutachtal und über den Randen hinab zum Hochrhein bei Schaffhausen.

DER SCHLUCHTENSTEIG verläuft mit 118 km Länge von Stühlingen unweit der Schweizer Grenze durch die wildromantische Wutachschlucht weiter durch Felsgalerien, vorbei an Wasserfällen nach Lenzkirch, von dort zum Schluchsee, passiert den imposanten Dom zu St. Blasien, überquert die aussichtsreichen Höhen des Hotzenwaldes bei Dachsberg und Ibach bevor bei Todtmoos der Abstieg durch die dramatische Wehraschlucht beginnt. Ausgezeichnet mit dem Prädikat “Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ verläuft der neue Fernwanderweg Schluchtensteig quer durch den Naturpark Südschwarzwald.

DER FELDBERG-STEIG führt rund um bzw. über den höchsten Gipfel des Schwarzwaldes, den Feldberg (1.493 m) und somit durch eines der schönsten Naturschutzgebiete Deutschlands. Unterwegs kommt man an zahlreichen Hütten vorbei, die zur Rast einladen. Höhepunkte sind neben dem Feldberg-Gipfel besonders der Feldsee, ein Relikt der letzten Eiszeit, der umgeben ist von spektakulären Felswänden.

DER BETTLERPFAD mit einer Gesamtlänge von 27 km ist ein historischer Wanderweg von Merzhausen bei Freiburg i.Br. und führt durch das Hexental und den Norsinger Grund nach Badenweiler im Markgräflerland. Es ist ein klassischer Wanderweg mit vielen Hinweisen auf geschichtliche, heimatkundliche, geologische, faunistische und botanische Besonderheiten.

DIE MURGLEITER (110 km Länge) schlängelt sich auf abwechslungsreichen Pfaden und naturnahen Wegen durch das tief eingegrabene Murgtal im nördlichen Schwarzwald. Die imposanten Felsengen und lieblichen Auen sowie die steilen Waldhänge und mittelalterlichen Burgruinen mit faszinierenden Panorama Ausblicken vermitteln ein einmaliges Wandererlebnis.

Ob Sie gerne tagelang auf einem der Fernwanderwege Klima, Wind und Landschaft genießen oder gemütliche Rundwanderungen bevorzugen, der Schwarzwald bietet aktiven Naturgenießern eine fast unbegrenzte Erlebnisvielfalt.

DER SCHWARZWALD IST EINE REGION MIT ZWEI NATURPARKS
Der Schwarzwald, das ist historisch gewachsene Kulturlandschaft gepaart mit abwechslungsreicher Landschaft aus Wäldern, Wiesen und Weiden. Lebensräume wie Moore, Blockhalden, eiszeitliche Seen oder Bannwälder mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt gehören ebenso dazu wie Arnika und Sonnentau, Dreizehenspecht oder das Auerhuhn. Für Naturfans bieten sich Wander- und Erlebnispfade, Mountainbike- und Schneeschuh-Trails, Tourenrad- und E-Bike Angebote oder Wanderreiten. Zudem werden barrierefreie Angebote von Museen, Sportangeboten und Naturschauspielen besonders gefördert.

Die Naturparks lassen sich auf den „Naturpark-Märkten“, beim „Brunch auf dem Bauernhof“ oder bei den „Naturparkwirten“ und ebenso entlang der „Käseroute“ genussvoll erkunden. Naturparks sorgen mit den einheimischen Erzeugern für die Pflege dieser Landschaften und bewahren und beleben alte Traditionen. In dieser Region verbinden sich Landwirtschaft mit Tourismus und ökologischen Interessen. Naturparks stehen auch für Genuss und Entspannung direkt ab Hof oder in ausgewählten Genießer Ecken.

NATURPARK SCHWARZWALD MITTE/NORD (3.750 km2)
Ausgedehnte, naturnahe Wälder prägen dieses Landschaftsbild. In die weitläufigen Wälder eingebettet sind wertvolle Lebensräume für gefährdete Tiere- und Pflanzen-arten; Moore und Moorwälder, Karseen und die waldfreien Grinden Hochflächen. Die Grinden entstanden durch eine intensive Beweidung über die Jahrhundert. Zur Landschaftsfläche gehören auch Biotope wie Feucht- und Nasswiesen, zahlreiche Bäche, Flüsse und Quellen.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord erstreckt sich geografisch über den nördlichen und mittleren Schwarzwald zwischen Rhein, Nagold und Neckar. Im Norden reicht er bis fast an die Städte von Karlsruhe und Pforzheim. Die südliche Grenze bildet das Kinzigtal.

NATURPARK SÜDSCHWARZWALD (3.940 km2)
Er ist der größte Naturpark Deutschlands.Artenreiche Bergwiesen und Hochweiden wechseln sich ab mit Mischwäldern. In den klimatisch begünstigten Tälern und Randlagen der Vorberge sowie am Oberrhein beherrschen Wein-, Obst- und Gemüseanbau das Landschaftsbild. Hier wachsen Gutedel und Spätburgunder, aber auch Kirschen, Äpfel und Tomaten. Anders im Hochschwarzwald, hier dominiert die Milch- und Fleischwirtschaft. Auf der nach Osten abfallenden Baar wird Getreide und Raps angebaut. Die geografische Lage des Naturpark Südschwarzwald beginnt im Westen an der Vorbergzone, im Süden reicht er bis zum Hochrhein an der Schweizer Grenze und im Osten schließt er an der Region von Donaueschingen und Villingen-Schwenningen.