Hohenzollernresidenz Ansbach – Rokoko-Festspiele, Bachwoche und Kaspar Hauser

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Über viele Jahrhunderte lag das Geschick der mittelfränkischen Stadt in den Händen der Fürsten von Brandenburg-Hohenzollern. Ein begrenztes Budget war für die einstigen Markgrafen von Ansbach kein Thema und so ließen sie in ihrer Residenzstadt gar prachtvoll bauen. Die Markgräfliche Residenz mit den 27 original eingerichteten Prunkräumen, der Hofgarten mit der imposanten Orangerie und die frühere Hofkirche St. Gumbertus sind nur einige Beispiele dafür.

Zu Besuch in der Hohenzollernresidenz
Die glanzvollen Spuren der Vergangenheit zeigen sich aber noch an vielen anderen Stellen. Bei einer Stadtführung durch die Altstadt mit ihrem geschlossenen historischen Stadtbild erfährt man viel über die 1250 Jahre lange, wechselvolle Geschichte der Residenzstadt. Der Rundgang führt vorbei an barocken Fassaden und durch versteckte Innenhöfe im Renaissancestil. Weitere Stationen sind der Stadtfriedhof mit dem Grab des berühmten Kaspar Hauser, die Fürstengruft mit 25 Sarkophagen und die barocke Synagoge.

In Ansbach kommen aber nicht nur kulturinteressierte Gäste, sondern auch Radfahrer und Wanderer auf ihre Kosten: Wanderer können auf acht Rundwanderwegen von 9 bis 30 km die Umgebung um Ansbach erkunden oder eine Mehrtagestour auf dem Europäischen Wasserscheideweg unternehmen. Radfahrer auf dem Burgenstraßenradweg oder dem nahegelegenen Altmühlradweg legen gerne einen Zwischenstop in der Residenzstadt ein.

Einmalige Veranstaltungen laden ein
Nicht verpassen sollte man die Rokoko-Festspiele vom 5. bis 9. Juli 2019. Wenn sich die Dämmerung über den Hofgarten senkt, kostbare Stoffe rascheln und die Hoffräulein ihre vornehme Blässe, gepuderten Perücken und Reifröcke präsentieren, erwacht das 18. Jahrhundert vor historischer Kulisse zu neuem Leben. Später am Abend spiegelt sich dann das bunte Feuerwerk in den schier zahllosen Fenstern der Orangerie. Eine zauberhafte Szenerie, die den Glanz vergangener Zeiten erahnen lässt.

Ein weiteres Highlight für alle Musikliebhaber findet vom 26. Juli bis zum 4. August statt: Bei der Bachwoche Ansbach bringen namhafte Musiker und Ensembles mit den Brandenburgischen Konzerte, zahlreichen Bach-Kantaten und der Johannespassion die barocken Säle und Kirchen zum Erklingen. Das bedeutendste musikalische Ereignis Ansbachs, das bereits auf eine knapp 70-jährige Tradition zurückblicken kann, ist dem herausragenden Komponisten Johann Sebastian Bach gewidmet und lockt alle 2 Jahre eine treue Fangemeinde in die Markgrafenstadt.

Ebenso musikalisch – wenn auch weniger klassisch – geht es bei der Open-Air-Konzertreihe Ansbach Open vom 19. bis 21. Juli zu. Dieses Jahr treten Martina Schwarzmann, Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Pippo Pollina mit Ihrem „Süden II“-Programm sowie Moritz Grath, Nico Santos und Lea auf.

Eingebettet zwischen barocke Fassaden und den beiden großen Kirchen bietet der Ansbacher Weihnachtsmarkt (28. November bis 24. Dezember 2019) eine stimmungsvolle und unverwechselbare Kulisse. Liebevoll gestaltete Buden, offene Feuerstellen, der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln und weihnachtliches Kunsthandwerk laden zum Bummel über den Markt ein. Ein abgestimmtes Lichtkonzept lässt den ganzen Platz im stimmungsvollen Licht erstrahlen. Jede Menge handgefertigte Kostbarkeiten gibt es parallel dazu in der Weihnachtsausstellung im Stadthaus zu bewundern und zu erwerben.

Information und Kartenvorverkauf:
Amt für Kultur und Tourismus
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1
91522 Ansbach
Tel. + 49 981/51243
Fax +49 981/51365,
e-Mail: akut@ansbach.de
Internet: www.ansbach.de

 

Fotos: © Stadt Ansbach