Klare Bergseen – quellfrische, sprudelnde Bäche und würzige Waldluft … einfach das bessere Klima!

Heilklimaort Freudenstadt

Der heilklimatische Kurort Freudenstadt zwischen 600 bis 1000 m hoch gelegen, ist umgeben von herrlichen Wäldern und einer abwechslungsreichen Landschaft mit verträumten Bergseen, tiefen Schluchten und faszinierenden Wasserfällen. Das Heilklima in Freudenstadt steht unter dem Motto „Schritt für Schritt gesünder leben“. Heilklima aktiv und attraktiv, leben und erleben, dafür bietet Freudenstadt ideale Voraussetzungen.

Bereits das Volk der Naturphilosophen, die alten Griechen, entdeckte schon sehr früh die bekannte „Wetterfühligkeit“. Menschen an bestimmten Orten waren lebensfroher und gesünder.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts praktizierte der Arzt Alexander Spengler in Davos und gilt seither als Pionier dieser Therapieform, die inzwischen Einzug in alle Welt gehalten hat.

Dieser Boom machte auch vor dem heilklimatischen Kurort Freudenstadt nicht halt und Alfred Hartranft, Stadtschultheiß sorgte in über 40jähriger konstanter Arbeit dafür, dass die „Luftkur“ auch in Freudenstadt durchgeführt werden kann. Erstmals erhielt die Hauptstadt des Schwarzwaldes 1939 das offizielle Prädikat „Heilklimatischer Kurort“.

Das Wandern gilt seit langem als der „heimliche“ Volkssport der Deutschen. Immer mehr Menschen genießen die wohltuende Bewegung in der Natur in ihrer Freizeit, am Wochenende und im Urlaub. So ist das Heilklima-Wandern ein ganz besonderes Erlebnis für Jung und Alt. In Freudenstadt und Umgebung stehen dem Erholungssuchenden dazu in ein Wanderwegenetz mit mehr als 350 km Länge und im Winter mit zusätzlichen 50 km Winterwanderwegen zur Verfügung.

Als Bioklimatische Zonen gelten das Seeklima, das Mittelgebirgsklima, in das ein Großteil der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands eingegliedert ist und das Hochgebirgsklima. Auch Freudenstadt reiht sich in diese Mittelgebirgskette ein, ist das Gebiet doch innerhalb der Baumgrenze und nicht vergletschert. Eine hohe Luftreinheit mit mildem Reizklima, die geophysische Wirkung der Landschaft und die lokalen Temperaturunterschiede sorgen für gute Regenerartionserfolge sowohl für Patienten als auch für Gäste ganz allgemein. Ein Urlaub im Heilklima heißt, so ganz nebenbei etwas für seine Gesundheit zu tun.

Freudenstadt befindet sich auf einer Buntsandsteinhochfläche bei knapp 750 m NN, während die therapeutisch genutzten Bereiche sich in einer Höhe von 300 bis 1000 m über dem Meeresspiegel befinden.

Die erfrischende und anregende Luft ermöglicht ein breites Band an dosierbaren Schon- und Reizfaktoren in den jahreszeitlich bedingten unterschiedlichen Wetterlagen. Im Sommer findet man in Freudenstadt kaum belastende Faktoren und hat dadurch starke heilklimatische Reize durch die erhöhten Abkühlungsgrößen. Die inmitten herrlicher Natur eingebettete Stadt ermöglicht so gute Strahlenbedingungen mit hoher UV-Strahlung in verschiedenen Höhenlagen und in ausgedehnten Waldgebieten. Die ständig vorhandene Luftbewegung mit ihrem leichten Wind – jährlich kaum Windstillen – sorgt für gute Aerosolbedingungen mit knapp 1.750 Stunden Sonnenschein jährlich. Diese kaum belastenden Wetterlagen prädestinieren Freudenstadt geradezu als heilklimatischen Kurort.

Die Niederschlagshöhen liegen mit 1500 mm zwar hoch, dennoch ist eine geringe Luftfeuchtigkeit durch den durchlässigen Untergrund (somit keine Staunässe) ein besonderes Merkmal dieser Tourismusstadt. Wintertherapien runden das Ganzjahres-Angebot ab, während gute Schneeverhältnisse mit etwa 53 Tagen Schneefall in der kalten Jahreszeit ein winterliches Vergnügen garantieren.

Das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ stellt höchste Ansprüche an die Luftqualität. Regelmäßige Messungen und Kontrollen durch medizinische und meteorologische Institute garantieren für die Einhaltung exakter Vorgaben und nachweislich auch die therapeutische Wirkung.

Outdoor-Angebote runden das Heilklima-Angebot von Freudenstadt ab. Der Erholungssuchende kann zwischen sieben Heilklima-Wanderwege mit insgesamt 81 Kilometern wählen. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Wege ermöglichen zudem ein effektives Trainieren.

Im folgenden die einzelnen Heilklima-Wanderwege kurz beschrieben:

Heilklima Wanderweg Nr. 1 – Kienberg (8,6 km) Anforderungen aufgrund des Klimas: mittel
Überwiegend gedämpfte und gleichbleibende Klimareize im Schutz des Waldes, zu Beginn stimulierende Bedingungen auf sonnigem und Wind exponiertem Weg. Auch im Sommer kaum Wärmebelastung. Streckenführung: Über den Kienberg, den Gartengolf, die Riehl- und die Köhlerhütte führt der Weg teils über schmale Pfade durch Wald und Wiesen. Den Ausblick am Hohenzollernblick genießend, geht es an der Hauserhütte, über den Exkursionsweg, an der Waldhütte vorbei über den Lauferbrunnen und die Agnesruhehhütte zurück zum Startpunkt.

Heilklima-Wanderweg Nr. 2 – Schöllkopf (8,2 km) Anforderung aufgrund des Klimas: mittel.
Weitgehend vor Sonne und Wind geschützter Weg. Im Sommer überwiegend behagliche bis kühle thermische Bedingungen. Streckenführung: Am Olgabrunnen, an der Tannenhütte und am Waldcafe vorbei steigt der Weg stetig über die Agnesruhehütte. Auf “waldgeschichtsträchtigem” Pfad gelangt man über die Eiserne Hand zur Großvatertanne (45 m Höhe, BHD 145 cm, 230 Jahre alt). Dem Lauterweg folgend, genießt man auf dem Herzog-Friedrichsturm eine tolle Aussicht bevor es über den Kienberg zurückgeht.

Heilklima-Wanderweg Nr. 3 – Lauterbad (9,4 km) Anforderung aufgrund des Klimas: mittel
Am Kienberg und auf der Friedrichshöhe erhöhte Reizintensität entlang Sonne und Wind exponierter Wegstrecke. Sonst aber gedämpfte und gleichbleibende Klimareize im Schutz des Waldes. Neigung zu Wärmebelastung im Sommer im Bereich des Lautertals etwas erhöht. Streckenführung: Über Serpentinen zum Gartengolf zur Friedrichshöhe gelangt man über Wiesen zum Frank-BuchmannWeg, zur Riehlhütte, zur Köhlerhütte und über den “Oberen Palmenweg” zum Hohenzollernblick (toller Ausblick). Ins untere Lauterbad mit Brunnen und Wassertretanlage vorbei, führt der Weg über Burgkopfhütte, über Baldenhofer Graben und über die Friedrichshöhe zurück zum Startpunkt.

Heilklima-Wanderweg Nr. 4 – Christophstal (12,1 km) Anforderungen aufgrund des Klimas: mittel
Weitgehend schattiger und Wind geschützter Weg. Änderung der Klimareize im Wesentlichen durch Abnahme der gefühlten Temperatur mit zunehmender Höhe gegeben. Im Sommer etwas erhöhte Neigung zu Wärmebelastung beim Anstieg im Bereich des Bärenschlössles und entlang des Forbachtals. Streckenführung: Über die Bässler-Brücke auf steilem Pfad hinab ins Christophstal und vorbei am Forbach und dem Bärenschlössle Wildgehege führt der Weg über Holzhauerpfad durchs romantische und wasserreiche Christophstal. Vorbei an der Finkenkopf- und der Arnoldhütte gelangt man über den Herbergerstieg zum Waldschwimmbad Langenwaldsee und mit kurzem Anstieg zurück zum Ausgangspunkt.

Heilklima-Wanderweg Nr. 5 – Finkenberg (9,0 km) Anforderung aufgrund des Klimas: gering
Überwiegend gedämpfte Klimareize im Schutz des Waldes, leicht stimulierend im Bereich von Lichtungenim oberen Forbachtal. Im Sommer etwas erhöhte Neigung zu Wärmebelastung im Tal und beim Anstieg im Bereich des Bärenschlössles. Streckenführung: Ins Christophstal hinunter und am Forbach entlang führt der Weg über das Wildgehege am Bärenschlössle über den Holzhauerpfad Steinbruchwegle zur Finkenhütte. Über den “Skiweg”, auf der “Alten Kniebisstraße” gelangt man auf steilem Abstieg zur Schleh’schen Sägemühle. Durch den Campingplatz, mit Abstecher zum Langenbrunnenweiher und vorbei am Waldschwimmbad führt der Wiesenweg erholsam über den Drachenbrunnen zurück zum Start.

Heilklima-Wanderweg Nr. 6 – Kniebis (22,9 km) Anforderung aufgrund des Klimas: mittel
Spürbare Abnahme der gefühlten Temperatur während des Aufstiegs auf den ersten Kilometern. Danach nahezu gleichbleibende Klimareize im Schutz des Waldes. Im Bereich des Kniebis kurzzeitige Reizintensivierung. Im Sommer beim Aufstieg im Bereich des Bärenschlössle etwas erhöhte Neigung zu Wärmebelastung, sonst aber überwiegend behagliche bis kühle Bedingungen. Im Winter am Kniebis sehr häufig Kältereize. Streckenführung: Über Christophstal von der ehemaligen Finkenkopfhütte zur Sandwaldhütte führt der stetig ansteigende Höhenweg zur Wasserfallhütte. An dieser vorbei gelangt man über den “Buchschollen” zum Kniebis-Dorf. Ein kurzer Abstecher zum Ellbachseeblick mit überwaltigendem Ausblick lohnt sich. Absteigend an Kniebis vorbei, führen entweder der Busoder der Grammel- und der Teuchelweg über die Abendwieshütte, den Werabrunnen zurück zur Agnesruhehütte, Waldcafe und Startpunkt.

Heilklima-Wanderweg Nr. 7 – LangbrunnenweiherAnforderungen aufgrund des Klimas: mittel
Überwiegend gedämpfte Klimareize im Schutz des Waldes. Spürbare Änderung der gefühlten Temperatur beim Auf- und Abstieg sowie beim Queren des oberen Forbachtals. Auch im Sommer kaum Wärmebelastung. Streckenführung: Auf steilem Pfad hinab ins Christophstal, die “Alte Kniebisstraße” hinauf führt der Weg über die Kohlwaldhütte, den Campingplatz, den Agnesruheweg leicht ansteigend zur Agnesruhehütte. Über einen schmalen Waldpfad geht es über den alten Festplatz, die Goldenkugelhütte über die Wildhütte, über den Lauterweg und über den Kienberg mit toller Aussicht zurück zum Ausgangspunkt.

Das Grundprinzip der Klimatherapie in Freudenstadt basiert auf zwei Gesichtspunkten:

1) Schonung bzw. Entlastung
2) Adaption (Anpassung) an natürliche Umweltfaktoren.

Dabei spielt die Klimabelastung die größte Rolle, d. h. kur mäßig dosiertes Gehen in ansteigendem Gelände“, was somit auch die aktive Bewegung in den Vordergrund stellt ist ein wichtiges und häufig angewendetes Expositionsverfahren in der Kardiologie. Positive Erfolge dieses Ausdauertrainings sind aber nur dann gewährleistet, wenn das persönliche Leistungsvermögen zuvor von einem Arzt festgestellt wurde.

Einfach erklärt bietet die Klimatherapie in Freudenstadt, das Heilklima-Wandern, die Dosierung der Arbeit durch Geländeprofile und die Dosierung der Zeit durch Geschwindigkeit. Für jeden gut geeignet durch einen sanften Einstieg in die Materie sowie eine sanfte Art, sind Bewegung und Klimawirkung zu kombinieren.

Keine Belastung des Bewegungsapparates (Gelenke, Sehnen, Bänder und Wirbelsäule) und der Aufbau der Kondition, bedeutet für den Anfang ein Minimum an Fitness und Koordinationsniveau. Dreimal wöchentlich durchgeführt bringt nach wenigen Wochen den Erfolg.

Die Wanderungen werden durch eine ausgebildete Klimatherapeutin begleitet, regelmäßige Puls- und Blutdruckkontrollen, gegebenenfalls auch ein Lungenfunktionstest werden durchgeführt und somit eine Überlastung vermieden. Die Thermoregulation des Körpers wird zusätzlich beobachtet. Ergänzt man die Therapie und das Heilklima-Wandern in Freudenstadt noch durch die Lauf- und Gehschule sowie Atemübungen während der Wanderung, rundet man einen Gesundheitsurlaub im Heilklima von Freudenstadt bravourös ab.

Bioklimatische Reize als therapeutische Faktoren. Aber was ist Reiztherapie?

Der Organismus wird durch einen Reiz angeregt. Das führt zu einer Reaktion und daraus ergibt sich der Effekt der Adaption, Konditionierung des Körpers

Schwache Reize – verpuffen…   starke Reize – fördern…   zu starke Reize – zerstören!

Die ärztliche Untersuchung ist Grundlage der Dosierungskriterien des Heilklima-Wanderns. Wichtige Untersuchungsschritte sind dabei die Anamnese (Vorerkrankungen, Medikamente), die körperliche Untersuchung (internistische, orthopädisch), die Ergometrie und Lungenfunktionsanalyse.

Freudenstadt hat mit seiner Prädikatisierung zum Heilklimatischen Kurort auch die Indikation erhalten, die Liste der Symptome und Krankheiten, deren Heilung in dem Mittelgebirge der Stadt kuriert, gefördert werden können.

Allgemeiner Trainingsmangel
Arterielle Hypertonie
Periphere arterielle Durchblutungsstörungen
Chronische Atemwegserkrankungen
Erhöhte Infekt Anfälligkeit
Adipositas
Depressive Erkrankungen/funktionelle Störungen und

Freudenstadt hat mitten im Nordschwarzwald mit ihren sechs Stadtteilen eine Menge zu bieten – für Bürger und Gäste. Besonders bekannt ist Freudenstadt für den größten Marktplatz Deutschlands mit seinen Arkaden und den 50 Wasserfontänen, die im Sommer besonders den kleinen Besuchern viel Spaß bereiten. Mit über 100 Brunnen im Stadtgebiet Freudenstadt, dem Skulpturenpfad, interessanten Museen und einem vielfältigen Kulturprogramm, sowie dem höchstgelegenen Rosenweg auf dem Kienberg, ist diese Stadt interessant und erlebenswert. Gerauchter Schinken, Schwarzwälder Kirschtorte und Tannen so weit das Auge reicht. Das verbinden viele Menschen mit dem Schwarzwald, als dessen inoffizielle Hauptstadt der heilklimatische Kurort Freudenstadt gilt. Ein erholsamer Urlaub ist genau das Richtige, um im Alltag Kraft zu tanken oder sich verwöhnen zu lassen. Golfen im Heilklima, ein Kräuterbad im Holzzuber, Wandern, Biken, Skilaufen oder mit dem Pferdeschlitten durch den Schnee gleiten – hier bietet sich das ganze Jahr über eine breite Palette von Angeboten vom Kurztrip bis zum Aktivurlaub.

Freudenstadt Tourismus
Petra Rau, Klimatherapeutin & Wellnessberaterin IHK
Marktplatz 64
72250 Freudenstadt
Telefon 07441 864-711
Telefax 07441 864-777
petra.rau@freudenstadt.de
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