Abenteuer Tiefenhöhle

Die Laichinger Tiefenhöhle ist die einzige zur Schauhöhle ausgebaute und so für die Öffentlichkeit zugängliche Schachthöhle in Deutschland. Mit 80 m Tiefe und 1.253 m Gesamtlänge zählt sie zu den bedeutendsten Karstobjekten der Schwäbischen Alb. Besucher können über Eisentreppen auf 55 m Tiefe absteigen; bis auf 80 m Tiefe ist die Höhle erforscht. Der 330 m lange Besucherweg, der durch große Hallen und gewaltige Schächte führt, ist also nur ein kleiner Teil der insgesamt 1.253 m langen Höhle.

Der etwa 40-minütige Gang durch die Höhle gibt Einblicke in den geologischen Aufbau der zum Weißen Jura gehörenden Massenkalk-Formation. Sie ist hier als kompakter und massiger Riffkalk ausgebildet, der vor allem im oberen Abschnitt der Höhle großräumig zu Dolomit und „Zuckerkörnigem Lochfels“ umgewandelt ist. Dadurch zeigt der Fels bis zur Sandhalle in 28 m Tiefe eine raue Oberfläche mit kavernösen Strukturen. Darunter wirkt der Kalkstein kompakter und massiger.

Die Tiefenhöhle wurde im Herbst 1892 von Johann Georg Mack beim Schürfen nach Dolomitsand durch einen Zufall entdeckt. Die Höhle wird werktags ohne Führung besichtigt. Mit einer Audiotour können an fünf verschiedenen Stellen in der Höhle wahlweise Informationen in Deutsch, Englisch, Französisch oder speziell für Kinder abgerufen werden. Sonntags werden auch Führungen angeboten.

Im Eingangsgebäude zur Tiefenhöhle befindet sich ein höhlenkundliches Museum. Es informiert die Besucher über die Karst- und Höhlenkunde (Speläologie) und ihre verschiedenen Teildisziplinen.

Damit die Besucher nach dem Gang durch die Tiefenhöhle die Albhochfläche mit ihren Karsterscheinungen auf eigene Faust erwandern beziehungsweise erkunden können, wurde ein 11,5 km langer karstkundlicher Wanderweg angelegt.
www.tiefenhoehle.de

Öffnungszeit: Durch Corona-Reisebeschränkungen ist Saisonbeginn am 20. April 2020. Täglich ab 10.00 bis 18.00 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr