Blautopfstadt Blaubeuren

Blautopf

Eines der schönsten Ausflugsziele der Schwäbischen Alb ist der Blautopf in Blaubeuren. In der mittelalterlichen Fachwerkstadt gibt es jede Menge Staunenswertes und vielseitige Erlebnisangebote.

Seinen Ursprung verdankt die Stadt vermutlich der sagenumwobenen Karstquelle. Neben Funden aus der Zeit der Neandertaler sind es vor allem die 40.000 Jahre alten Ausgrabungsfunde des „modernen Menschen“, der mit seiner Kultur den Grundstein für unsere heutige Zivilisation gelegt hat. Aus den Fundhöhlen des Achtals stammt die „Venus vom Hohle Fels“ die derzeit älteste bekannteste figürliche Menschendarstellung. Ebenso wurden hier verschiedene Flöten aus Gänsegeierknochen und Elfenbein ausgegraben, welche als die ältesten Musikinstrumente der Welt gelten. Mitten in der Blautopfstadt entstand im ehemaligen Hospital aus dem Jahre 1424 das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu). Alleine schon das Gebäude, welches heute auch die Touristinformation beherbergt, ist einen Besuch wert. In den Schatzkammern des urmu sind die eiszeitlichen Originalfunde der Venus und Flöten neben zahlreichen anderen Kunststücken zu bestaunen.

Eine Blütezeit erlebte Blaubeuren im 15. Jahrhundert. In der bis heute erhaltenen Altstadt entstanden imposante Fachwerkhäuser der Handwerkszünfte und Bürgersleute. Eng verbunden war dieser Aufschwung mit der Reform des 1084 gegründeten Benediktinerklosters. Mitte des Jahrhunderts wurde die gesamte Klosteranlage umgebaut und 1493 mit der Errichtung des sehenswerten Hochaltars und dem Chorgestühl gekrönt. Als Kleinod erhalten ist auch noch das Badhaus der Mönche aus dem Jahr 1510, welches in seiner Art einzigartig in ganz Deutschland ist.

Vom Kloster sind es nur noch wenige Schritte bis zum sagenumwobenen „Blautopf“. Die intensiv blau schimmernde Karstquelle entspringt aus einer Tiefe von 21 m und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Schwäbischen Alb. Hinter dem Quelltrichter verbirgt sich ein weitläufiges Höhlensystem, welches bisher auf ca. 14 km erforscht wurde. Der Film „Dunkelblau – die Farbe der ewigen Nacht“ ermöglicht einen Blick in die überdimensionalen Höhlenhallen und unterirdischen Wasserläufe.  Gezeigt wird der Film im Urgeschichtlichen Museum – Eintritt frei.

Aber auch an der Oberfläche gibt es einiges zu entdecken. Am Ufer des Blautopfs steht die Hammerschmiede, welche das harte Tagwerk des Schmiedens veranschaulicht.

An den Wochenenden finden immer wieder Schauschmiedevorführungen statt. Etwas gemütlicher geht es im nostalgischen Blautopfbähnle dahin. Dieses startet von April bis Oktober an den Wochenenden mehrmals täglich zu einer einstündigen Rundfahrt um die Blautopfstadt. Mitte Juli beginnt das Open-Air-Programm der Sommerbühne am Blautopf. Nationale und internationale Künstler begeistern das Publikum mit einem kulturell hochwertigen Programm aus Jazz, Pop, Comedy und Schauspiel.

Was wäre der Blautopf aber ohne seine Sagen und Mythen.  So erzählt der schwäbische Dichter Eduard Mörike in seiner „Historie von der schönen Lau“ das romantische Märchen einer Wassernixe, die wegen ihrer Traurigkeit kinderlos war. Von ihrem Mann, dem Donaunix an den Blautopf verbannt, lernte sie durch amüsante Begebenheiten mit den Blaubeurern wieder das Lachen und schenkte ihrem Mann noch viele Nachkommen. Wer heute die Blautopfstadt besucht, wird mit schwäbischer Gastlichkeit und einem Lächeln empfangen. Genießen sie Aktivitäten in freier Natur wie Wandern, Radeln oder Klettern, gepaart mit den kulturellen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte.

Touristinformation Blaubeuren
Kirchlatz 10, 89143 Blaubeuren
Tel. +49(0)7344 9669-90
tourist@blaubeuren.de
www.blaubeuren.de