Laichingen

Laichingen war früher „die“ Leinenweberstadt auf der Schwäbischen Alb, wobei die Geschichte der Laichinger Leinenweberei bis ins Mittelalter zurück reichte. Da die kargen Böden auf der Alb nicht mehr hergaben, verlegten sich die Bewohner auf den Flachsanbau und auf den Broterwerb durch regen Handel mit der Stadt Ulm.

Diese lebendige Zeit rund um die Leinenweberei wird im Heimat- und Webereimuseum, dass im ehemaligen Heiligenhaus untergebracht ist, eindrucksvoll wiedergegeben.
Heute laden zahlreiche Fabrikverkäufe zum Einkaufen ein.

Besondere Highligts sind hier die Laichinger Textilerzeugnisse. Bett- und Tischwäsche in Laichingen sowie Schuhe in Feldstetten bringen „Schnäppchenjäger“ in Höchstform. Der Stadtteil Feldstetten hat sich mit der Fabrikation von Schuhen einen hervorragenden Namen gemacht. Aber auch die anderen Fabrikverkäufe zeugen von höchster Qualität.

Das Marktrecht hat Laichingen vom württembergischen Herzog Friedrich I. erhalten. Die Jahreszahl ist nicht genau bekannt, jedoch kamen im Jahr 1602 auf Wunsch der Gemeinde zwei Jahrmärkte hinzu. Seit dieser Zeit ist Laichingen ein Marktflecken, an dem bis in die heutige Zeit große Märkte mit traditionellem Charakter stattfinden.

Die Märkte am Oster- und Pfingstmontag gehören zu den größten in Baden-Württemberg, während im Sommer das traditionelle Stadtfest und das Fahrraderlebnis „Leinenwebertour“ die Gäste und Besucher begeistern.
Aktive Urlaubern, die gerne in der Natur verweilen, sollten sich auf den Rundkurs des historischen Wanderweges begeben. Hier im Folgenden beschrieben:

1. Brünnele
Dieser Brunnen stammt von dem vermutlich im 30-jährigen Krieg (1618-48) abgegangenen Ort Weidenstetten. Eine erste Erwähnung Weidenstettens ist im Stiftungsbrief des Klosters Wiesensteig aus dem Jahr 861 niedergeschrieben.

2. Schlössle
In der Beschreibung des Oberamtes Münsingen von 1825 ist erwähnt, dass in dieser Gegend ein „Helfensteinisches Schloss“ gestanden sein soll. Wo das Schloss genau stand, ist leider nicht bekannt. Lediglich der Sage nach soll dieser Steinberg ein Überrest davon sein.

3. „Kuttel Aple Stoi“
Beim „Kuttel Aple Stoi“ handelt es sich um einen Fels mit Erosionsspuren am Rande eines Trockentals.

4. Keltengräber
Zwei flache Grabhügel aus dem 6. und 7. Jahrhundert v. Chr.

5. Keltische Viereckschanze
Die Keltische Viereckschanze ist aus dem 1. oder 2. vorchristlichen Jahrhundert. Viereckschanzen waren keine Befestigung, sondern einfache Wallanlagen. Sie dienten als Kultstätten, in denen Versammlungen stattfanden und Opfer gebracht wurden.

6. Römerstraße
Hier handelt es sich um die römische Heerstraße aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. von Münsingen über Zainingen- Feldstetten-Westerheim-Laichingen-Nellingen zum römischen Kastell „Ad Lunam“ in Urspring.

In Laichingen-Feldstetten hat man zudem einen der schönsten Zugänge zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Auf städtischer Gemarkung befindet sich die „Laichinger Tiefenhöhle“, mit 86 Metern Tiefe die tiefste begehbare Schauhöhle Deutschlands, die den Aufbau der Verkarstung der Alb sichtbar macht und für jeden Besucher ein „Muss“ ist.

Weitere Informationen erhalten Sie über:

Stadtverwaltung
Tourist Information
Bahnhofstraße 26
89150 Laichingen
Telefon: 07333 85-0
Fax: 07333 85-25
E-Mail: info@laichingen.de