Schloss Baldern

Geschichte:
Das in den Ausläufern der Schwäbischen Alb und am Rande des Nördlinger Rieses gelegene Schloss Baldern gilt als kleine Barockperle der Region. Einst als staufische Burg erbaut, erfolgte in den Jahren 1718 – 37 der barocke Ausbau der Anlage. Die Erbauer, die Grafen zu Oettingen-Baldern, schufen einen herrschaftlichen Regierungssitz, der ihnen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zugleich als Residenz und Wohnsitz diente. Im Jahre 1798 fiel das Schloss in der Erbfolge an das Haus Oettingen-Wallerstein, die Fürstenfamilie renovierte Baldern im 19. Jahrhundert grundlegend und schuf den noch heute eindrucksvoll 45 Meter in die Höhe ragenden Schlossturm.

Museum:
Bereits 1896 öffnete Schloss Baldern erstmals seine Tore für die Öffentlichkeit. Seitdem beherbergt das Schlossmuseum eine der größten privaten Waffensammlungen Süddeutschlands. Mehr als 800 Exponate laden die Besucher in die Welt der Ritter, Landsknechte, Soldaten und Musketiere ein. Die Ausstellungsstücke entstammen mehr als 5 Jahrhunderten und zeigen anschaulich, welch wichtige Bedeutung die Grafen und Fürsten zu Oettingen der Entwicklung unseres Landes beimaßen.

Die prunkvollen Salons und Gemächer geben einen Einblick in das Leben einer Adelsfamilie des 18. Jahrhunderts. Zu den Höhepunkten einer Besichtigung zählt neben dem großen Speisesaal oder den Appartements der Fürstin zweifelsfrei der große Festsaal des Schlosses. Mit seiner üppigen Ausstattung ist er ein wahres Meisterwerk barocker Baukunst.

Die 1737 fertiggestellte Decke zeigt den Göttlichen Bauplan der Welt. Weltreiche und Kontinente symbolisieren die vergangene und kommende Zeit. Doch nicht nur das prächtige Raumbild beeindruckt, der Saal bietet auch einen einzigartigen Ausblick in die umliegende Landschaft.

„Auf den Spuren der Dienerschaft“
Regelmäßig können Besucher auch einmal hinter die Kulissen der herrschaftlichen Räume blicken. Der alte Schlossbrunnen mit dem Laufrad, der Eiskeller oder die Dürnitz sind Überreste der alten Burg.

In der Schlossküche können Besucher einen Blick in die Kochtöpfe der fürstlichen Familie werfen und erfahren einiges über die barocken Tafelsitten in Baldern.

Die Gärtnerstochter:
Ein fürstlicher Skandal – noch heute erzählt man sich auf dem Schloss die große Liebesgeschichte des Fürsten Ludwig zu Oettingen-Wallerstein, der sich gegen die Familientradition entschied und die Tochter des Baldernschen Hofgärtners heiratete. Die bildschöne Gärtnerstochter zählte zu den schönsten Frauen des 19. Jahrhunderts und wurde sogar eigens für die Schönheitengalerie König Ludwigs I. für Schloss Nymphenburg porträtiert. Wegen der nicht standesgemäßen Ehe musste Fürst Ludwig zwar abdanken, er gewann jedoch als Minister des Inneren große Bedeutung in der Politik Bayerns.

Wallerstein Gardens:
Inspiriert durch zahlreiche Gärten in England, hat I.D. Prinzessin Anna zu Oettingen-Wallerstein diesen in ganz Deutschland einzigartigen „Walled Garden“ im Stil des 19. Jahrhunderts geschaffen. Die Besucher erwartet eine sensibel ausgesuchte Pflanzenvielfalt, die in allen vier Jahreszeiten begeistert. Der Rosengarten mit historisch seltenen Züchtungen, der geheime Garten, der Schattengarten und die lange Double Border mit unzähligen verschiedenen Staudenarten begeistern.

Der versunkene weiße Garten und ein Ziergarten mit Heilkräutern runden mit der Blue Border und einem Asterngarten die vielen Facetten ab.

Das Schlosscafé:
Das Café im Schlosshof lädt Radfahrer, Wanderer und Besucher ein, im historischen Ambiente gemütlich zu verweilen.

Öffnungszeiten:
Saison von April bis Oktober

Nähere Informationen zu Schloss- und Sonderführungen, dem Besuch der Wallerstein Gardens und dem Schlosscafés finden Sie unterwww.fuerstwallerstein.de/schlossbaldern

Schloss Baldern
Schlossparkstraße 12
73441 Bopfingen-Baldern
Tel. 07362-96880
schlossbaldern@fuerstwallerstein.de
www.fuerstwallerstein.de/schlossbaldern
www.wallersteingardens.com