Meßkirch – Leibertingen – Sauldorf

messkirch

Meßkirch
Bereits von weitem wird das Stadtbild Meßkirchs durch das Schloss der Grafen von Zimmern und die Barockkirche St. Martin geprägt. Auf einer Anhöhe gelegen bildet das Renaissance-Schloss mit dem angrenzenden Hofgarten und der Stadtpfarrkirche ein wunderschönes Areal, das zum Schlendern und Verweilen einlädt.

Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Schloss der Grafen von Zimmern bietet heute ein ansprechendes Ambiente für Veranstaltungen der verschiedensten Art und beherbergt außerdem drei Museen. Die Kreisgalerie zeigt die umfangreiche Kunstsammlung der Landkreises Sigmaringen. Dem berühmten Meßkircher Heimatsohn Martin Heidegger ist ein weiteres Museum gewidmet und technisch Interessierte kommen im Oldtimermuseum voll auf ihre Kosten.

Vom Schlossareal sind es nur wenige Meter in den spätmittelalterlichen Stadtkern. Hübsch geschmückte Fachwerkhäuser lassen dort die reiche geschichtliche Vergangenheit Meßkirchs erahnen.

Leibertingen
Die Lage der Gemeinde, hoch über der Donau in einer reizvollen, waldreichen Landschaft, eröffnet allerlei Freizeitmöglichkeiten. Vor allem sind es die Wandermöglichkeiten, die herrlichen Ausblicke auf Burgen, Ruinen, Felspartien und unverbrauchter Landschaft, die den Besucher begeistern. Ein beliebtes Ziel, und zugleich das Wahrzeichen Leibertingens, ist die Burg Wildenstein. Die mittelalterliche Festung aus dem 11. Jahrhundert thront auf einem Felsen hoch über der jungen Donau und wird heute als Jugendherberge genutzt. Bei sommerlichen Temperaturen lädt das Naturbad der Gemeinde Thalheim mit angrenzendem Campingplatz zum Verweilen ein. Für Kunst- und Kulturinteressierte empfiehlt sich ein Besuch der Skulpturengalerie in Thalheim bzw. des kleinen Museums über „Abraham a Santa Clara“ in Kreenheinstetten.

Sauldorf
Ein Geheimtipp für Naturfreunde ist in Sauldorf das 144 ha große Naturschutzgebiet „Sauldorfer Baggerseen“. Ein Mosaik aus Wäldern, feuchten Böden, Wiesen und flachen Seen bildet ein wahres Paradies für verschiedene Vogelarten und Schmetterlinge.

Ultra-Leicht-Flieger finden in Boll, einem Ortsteil von Sauldorf, einen der größten Clubs in Deutschland vor. Campus Galli – karolingische

Klosterstadt Meßkirch
Dem Besucher öffnet sich auf dem Campus Galli ein Fenster zu längst vergangenen Zeiten, als man noch in mühsamer Handarbeit die Äcker bestellen musste, als jeder Balken und jeder Stein von Hand behauen und mit Ochsenkraft transportiert wurde.

Campus Galli lässt den Alltag des frühen Mittelalters vor ca. 1.200 Jahren wieder auferstehen und Besucher erleben eine einzigartige Stimmung ohne Motorenlärm, ohne die Hektik des 21. Jahrhunderts, aber mit vielen fleißigen, ausdauernden Handwerkern und Landwirten, die mit geschulten Händen all das produzieren, was im 9. Jahrhundert zum Bau eines Klosters benötigt wurde – ein Kloster, das neben mehreren Kirchen auch Ställe, Werkstätten, Gärten und vieles mehr enthielt.

Seit 2013 wurden in einem Waldstück bei Meßkirch viele Bäume gefällt, mit Äxten zu Balken und Bohlen verarbeitet und erste Werkstätten errichtet. Tausende von Arbeitsstunden benötigte die Holzkirche, die 2016 weitgehend fertiggestellt werden konnte: während die Zimmermänner Bohlen für die Wände herstellten, wurde das Dach mit etwa 15.000 Holzschindeln gedeckt, die eigens vom Schindelmacher angefertigt wurden. Auch einen Boden und einen Blockaltar hat die Kirche in diesem Jahr bekommen.

An der Weberhütte kann die Arbeit am Webstuhl verfolgt werden, die Färberin kocht gegenüber den Färbesud, Wolle wird gesponnen und Arbeitskleidung aus Leinen und Wolle für die Mitarbeiter genäht.

In den Äckern und Gärten wird angebaut was man im frühen Mittelalter zur Ernährung benötigte, und auch Töpfer, Schmiede, Korbmacher und viele andere Handwerker sind täglich im Einsatz, um das Projekt voranzubringen.

Info:
Tourist-Information Meßkirch
Hauptstraße 25-27
D-88605 Meßkirch
Tel. 07575/ 20646
info@messkirch.de
www.messkirch.de
www.campus-galli.de