Niederbayerntour: Badehose, Bier und Barock

Im-Hopfengarten_Tourismusverband-Ostbayern

Der Startschuss für diese opulente Radstrecke ertönt entweder in der Drei-Flüsse-Stadt Passau oder im UNESCO-Welterbe Regensburg. Ganz nach Belieben. Wir machen uns heute von Passau aus auf den Weg. Die wohl durchdachte Streckenführung leitet Radfahrer auf verkehrsarmen Radwegen durch grandiose Kulturlandschaften.

Entlang der Flussauen von Donau, Vils, Isar und Großer Laber reiht die vorbildlich beschilderte Route bayerische Kultur und Lebensart wie an ein Charivari, der Schmuckkette an der Trachtenlederhose, aneinander. Feiert auf malerischen Pfaden die geistige und weltliche Ausprägung des Barock mit den Klöstern Schweiklberg, Aldersbach, Rohr, Weltenburg und derer weit über die Landesgrenzen hinaus berühmten Bildhauerkunst der Gebrüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam. Zelebriert die weltlichen Vorzüge des Barock in Klosterwirtschaften und Biergärten, wo das frisch gezapfte Bier noch aus der eigenen Brauerei stammt und mit Lust und Herz regionale Produkte verarbeitet werden. Erobert meist auf Asphalt und gelegentlich auf gut fahrbaren Schotterwegen das Donautal. Passiert Europas größtes Gurkenanbaugebiet bei Landau an der Isar und folgt dem Fluss bis zum Stadtmuseum Dingolfing mit seiner sehenswerten Dauerausstellung zum hier produzierenden bayerischen Autobauer BMW. Vorbei am Wellenbad Caprima folgt die Route weiterhin der stets malerisch-idyllischen Isar bis die Burg Trausnitz, das Wahrzeichen der niederbayerischen Hauptstadt Landshut sichtbar wird.

Die Route verlässt die Parade mittelalterlicher Schmuckgiebel in der Altstadt Landshuts mit einem Knicks in nordwestlicher Richtung. Führt bei Rottenburg an der Laaber durch das Herzstück der Hallertau – Europas größtem Hopfenanbaugebiet. Dort werden stille Radwege von Himmel hoch aufragendem Hopfen flankiert und führen nach Abensberg zur Kuchlbauer‘s Bierwelt mit dem alle architektonischen Gesetze brechenden Turm von Friedensreich Hundertwasser. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer zur Limes-Therme in Bad Gögging. Nach einem Streifzug durch das Spargelanbaugebiet bei Sandharlanden windet sich die letzte Etappe direkt durch den Bayerischen Jura in einst römische Gefilde. Wild-romantisch am Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg vorbei, unter der Befreiungshalle bei Kelheim hindurch. Der Radweg folgt der Donau, immer mit Blick auf markante Jurafelsen, bis in das UNESCO-Welterbe Regensburg, wo dieser kongeniale Brückenschlag von Niederbayern in die Oberpfalz sein Ende findet.

Tipps:

Kontemplation im Kloster, Waden relaxen im niederbayerischen Thermalwasser oder fetziges Ausgehprogramm in den Universitätsstädten Passau und Regensburg mit illustren Cafés oder politischem Kabarett. Nach oder während der Tour noch in den Wake Lake bei Wörth an der Isar und eine Runde Wakeboarden und StandUp-Paddeln oder im Kletterwald von Riegling, kurz vor Regensburg, noch im Hochseilgarten turnen und mit den Kindern in das Walderlebniszentrum mit Märchenwald … diese Route ist für Jung und Alt, sowie für Familien mit kleineren Kindern geeignet. Sportlicher Stundenschnitt, weil nur vier Tage Zeit oder doch lieber mit dem E-Bike den Aktionsradius erweitern und sich eine volle Woche Zeit nehmen, um das Kulturprogramm intensiver auszuschöpfen? Neben der Niederbayerntour existiert im Bayerischen Golf- und Thermenland nämlich ein weitläufiges Netz an Radwegen und Erlebnisrunden. In jede Himmelsrichtung kann losgeradelt werden, ganz nach dem Motto „Himmlisch Radfahren – 1000 Kilometer, fünf Flüsse, 13 Städte.

Die Bahn bringt den Radler an vielen Streckenabschnitten wieder zurück zum Ausgangsort. An Donau und Inn übrigens kann das auch ein Schiff sein! In jeder Ecke lebendige und historische Städte mit klangvollen Namen. Und urbayerisch ist es sowieso im Bayerischen Golf- und Thermenland. Sehenswürdigkeiten entlang der Radwege, Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, die kostenlose Freizeitkarte des Bayerischen Golf- und Thermenlands, GPX-Tracks und vieles mehr auf www.bayerisches-thermenland.de.