Neustadt an der Aisch

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Strahlbach-Tour N 10

Die Strahlbach-Tour besticht durch ihre große Vielfalt und die Nähe zur Natur. Ob Wiesen, Felder, Ackerraine, Teiche, Bachläufe, ausgewiesene Biotope oder Wälder, die unterschiedlicher kaum sein könnten – dem Wanderer begegnet auf engstem Raum ein Kaleidoskop von Landschaftsformen und damit eine überaus reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. So lässt sich entlang der Wegstrecke ein Großteil aller einheimischen Baum- und Sträucherarten entdecken. Unter ihnen zahlreiche Baumriesen, vor allem alte Linden- und Buchenbestände, die den ersten Teil der Tour beschatten. Bäume und Streuobstwiesen sowie ausgedehnte Hecken bieten Lebensräume für Eule, Specht, Neuntöter und andere Vogelarten. Ebenso finden einige Fledermäuse hier Nahrung und ein Sommerquartier.

Auf den sonnenverwöhnten mageren Hängen hinter Unterstrahlbach wachsen seltene Pflanzen wie Karthäuser-Nelke, Mausöhrchen und Kriechender Hauhechel. Die naturnahen Teiche mit ihren Verlandungszonen beherbergen Berg- und Teichmolche, Ringelnattern, Amphibien und viele Libellenarten. Im Frühling leuchten am mäandrierenden Bach Bestände der gelben Schwertlilie.

Der namensgebende Strahlbach ist einer von rund 30 Zuflüssen der Aisch, der einst sogar eine Mühle speiste. Er entspringt südöstlich von Eggensee und fließt mit einigen Nebenzweigen bis ins südliche Stadtgebiet von Neustadt hinein. Bei der Wasenmühle mündet er schließlich in die Aisch.

Strahlbach-Tour – Wegverlauf
Markierung:
N 10
Länge: ca. 12 Kilometer; Rundwanderweg
- mit Anbindung an den Bahnhof
Start und Ziel: Stadtpark, Parkplatz „Wasserhaus“ – am Spielplatz

Vom Start am Wasserhaus durchquert der Weg zunächst den Stadtpark, Neustadts grüne Lunge, und verlässt diesen durch die Bahnunterführung Richtung Lohmühle. Im Häckerwald geht es hinauf zum Wasserturm, von dort auf Forst- und Feldwegen bis zu einem Felsenkeller an der Verbindungsstraße der beiden Neustädter Ortsteile Herrnneuses und Oberstrahlbach.

Nach Überschreiten der Straße und einem kleinen Anstieg zweigt die Route links (südöstlich) auf einen Feldweg ab, um rund 650 Meter weiter am Waldrand südwärts auf Herrnneuses zuzulaufen. An der Kreuzung dann links Richtung Osten, am Windrad vorbei und anschließend an einer Streuobstwiese erneut links ab. Der Weg folgt nun in nordöstlicher Richtung dem Waldrand und trifft nach einem kurzen Abschnitt entlang des Flugsbachs auf den WeiherWanderWeg, der die Flüsse Aisch und Aurach verbindet. Dieser regionale Rundweg begleitet den „Strahlbach-Wanderer“ nordwärts über die Höhe von 392 Metern in den Wald hinein und bergab ins Strahlbachtal.

Ist eine gut 500 Meter lange Gefällstrecke geschafft, biegt die Tour linker Hand nach Westen, verlässt bei den Galgenweihern den Wald und führt im Talgrund geradewegs nach Unterstrahlbach. Hinter den markanten Gebäuden eines Ingenieurbüros kommt man durch die Bahnunterführung stadteinwärts – parallel zur Bahnlinie – wieder zurück in den Stadtpark zum Ausgangspunkt.

Einkehrmöglichkeiten in Rennhofen und in Neustadt selbst. Die Innenstadt wartet mit einem umfangreichen gastronomischen Angebot auf.

Freizeitangebote in Neustadt a.d. Aisch

Die Kreisstadt hat jede Menge attraktiver Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Neben weiteren Wander- und Radwegen in die naturnahe Umgebung locken das Waldbad mit seiner Golf`n`fun-Anlage, die historische Altstadt, ein Rasenlabyrinth am Jean-Paul-Leseweg, Stadtführungen und vieles mehr.

Im Museumsareal Altes Schloss sind das Aischgründer Karpfenmuseum, das Markgrafenmuseum und die KinderSpielWelten m untergebracht.

Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag bis Sonntag von 14.00 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. Gruppenführungen sind jederzeit nach Voranmeldung möglich.

 

Die Pfalzbachschlucht – eine Rundwanderung direkt in die Natur

Zentral im Aischtal, direkt vor den Toren von Neustadt an der Aisch, liegt die Pfalzbachschlucht. Ein Rundweg (Markierung N3) führt hier mitten hinein in unberührte Natur.

Zum Auftakt der 7,5 Kilometer langen Wanderung erwartet die Wanderer zunächst ein Abstecher in die Geschichte des Stadtteils Riedfeld, der zurückgeht auf einen fränkischen Königshof an einerehemaligen Furt durch die Aisch, der bereits im Jahr 741/742 urkundlich erwähnt ist.

Mit nur rund zwei Kilometern Länge ist der Pfalzbach der wohl kürzeste der zahlreichen Aisch-Zuflüsse – dafür aber auch besonders sehenswert.

Nach der Wohnbebauung taucht der Pfalzbach – Rundweg ein in eine Landschaft, in der die Natur weitgehend sich selbst überlassen bleibt. Zunächst zieht sich der Weg in einem engen Taleinschnitt in dichtem naturbelassenem Wald durch die weichen Tonablagerungen der Lehrbergschichten. Teilweise mit Trittsteinen ausgestattet, steigt der Pfad zuerst sanft, dann steiler werdend, hinauf auf die Hochfläche des Blasensandsteins. Die Schlucht beherbergt eine vielfältige Vogel-, Tier- und Pflanzenwelt und nicht zuletzt einen eindrucksvollen alten Baumbestand mit viel Totholz als natürlichen Lebensraum. Häufig anzutreffen ist die Esche, die mit bis zu 40 Metern Wuchshöhe zu den höchsten einheimischen Laubbäumen zählt.

Von der Hochfläche aus genießt man dann den weiten Blick über das Aischtal und die Ausläufer der Frankenhöhe, bei klarer Sicht Richtung Osten bis zur Fränkischen Schweiz.
Auf der asphaltierten Straße nach rechts lädt das Restaurant am Flugplatz zu einer Rast ein.

Zurück geht es über alte Streuobstwiesen erneut hinein in die Pfalzbachschlucht zur „Roten Marter“, einem Bildstock aus dem Jahr 1488 mit Reliefbildern aus rotem Sandstein. Das Hauptfeld zeigt eine Kreuzigungsszene und auf den Schmalseiten sind der heilige Christophorus und der damalige Schutzheilige der Stadt Neustadt, Laurentius mit dem Rost, dargestellt. Hier teilt sich der Weg je nach Ausgangspunkt entweder zurück zum Neustädter Fest- und Wohnmobilstellplatz oder durch einen idyllischen Wiesenweg über eine kleine hölzerne Aischbrücke hinauf zum Neustädter Hauptbahnhof, der mit dem VGN bestens an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden ist.

 

Buchungen, weitere Auskünfte und Broschüren bei der städtischen Tourist-Info im Rathaus, Marktplatz 5, 91413 Neustadt a.d. Aisch, Tel. 09161-666 14, E-Mail info@neustadt-aisch.de, www.neustadt-aisch.de